Ninja Kobudo Deutschland e.V.
Wer oder Was ist der NKD ?
Wer die alten traditionellen Kampfkünste kennt, weiß wie es früher war :
Ein Meister gab seinem Sohn oder seinen Schülern all sein Wissen weiter.
Er beurteilte den Leistungsstand seiner Schüler, denn er kannte diese am besten. So verlieh der Meister auch die Graduierungen und teilte die verschiedenen Gruppen ein.
Wir wollen diese Tradition in unserem Verband zu neuem Leben erwecken. Wir überprüfen nur den Dojoleiter einer Schule, der seine Leistungen unter Beweis stellen muss.
Daraufhin kann dieser seine Schüler trainieren und bis zu einem Grad unter seiner Graduierung (Meistergrad) selbst prüfen. Ein Meister sollte seinen Schülern all sein Wissen vermitteln und versuchen
weitere Meister zu formen. Diese werden ebenfalls Schüler ausbilden und diesen wiederum ihr Wissen weitergeben usw. Deshalb erhält bei uns jeder Meister der Mitglied im NKD ist und eigene Schüler
unterrichtet, die Berechtigung über unseren Verband Prüfungen abzunehmen. Hierzu benötigt er nur die Prüfer-Lizenz (kostenlos), die Verbandsurkunden und den Verbandsprüferstempel.
Unsere Ziele ?
Wir versuchen uns in möglichst viele Kampfkünste einzuarbeiten. Wir möchten die Ideen der unterschiedlichen Kampfformen aufnehmen und so immer weiter
hinzulernen. Wir können und sollen daher Lehrgänge von anderen fachspezifischen Kampfkünsten besuchen. Somit haben wir die Möglichkeit frei zu arbeiten und uns selbst weiterzuentwickeln.
Wir stehen für freie Meinungsäußerung und freie Selbstentwicklung.
Wir möchten niemanden Techniken vorschreiben, die für seinen Körper ungeeignet sind. Jedes Mitglied kann somit angepasste Techniken trainieren und sich zusätzlich spezielle Kampftechniken aneignen. Jeder entscheidet für sich selbst, was für seine Körpereigenschaften am besten ist. Die Trainer werden nur mögliche Alternativen aufzeigen. Selbstverteidigung ist mit allen Techniken möglich z.B. sind Fußtechniken , die über den Kopf geschlagen werden, nicht immer wirkungsvoll.
Wer daher keine Dehnung hat und sich auch keine antrainieren kann, weil es sein Körper nicht zulässt, braucht dies auch nicht auszuführen. Wir möchten jedem Mitglied mit den jeweiligen
Begabungen eine breite Palette an verschiedenen Möglichkeiten bieten ,damit es im Ernstfall eine effektive Verteidigung anwenden kann.
Warum der Name „Ninja Kobudo“ ?
Kampfkünste findet man in aller Welt. Beinahe jedes Land hat seine eigene Kriegskunst hervorgebracht. In Griechenland z.B. wurde bereits ca. 650 v. Chr. der
sogenannten „Allkampf“ („Pankration“) entwickelt. Dieser schloss alle nur denkbaren Techniken ein. Es gab dort keine Regeln, es galt nur den Gegner zu besiegen. Schon zu dieser Zeit
existierten ähnliche Techniken wie heute. (Stöße, Tritte, Hebel usw.) Auch in Deutschland sind schon seit dem 15. Jhd. Kampfkunstbücher, die sogenannten Fechtbücher, bekannt. Dort werden
Kampftechniken beschrieben, die dem heutigen Ju Jutsu ähneln. Kampfkünste entstanden daher nicht nur in asiatischen Ländern. Leider sind die einzigen europäischen Kampfkünste, die heute noch
bekannt sind Boxen, Ringen und Fechten. Allerdings sind die asiatischen Kampfkünste in der heutigen Zeit am meisten bekannt. Deshalb haben wir uns entschlossen auch unser Graduierungssystem dem
der japanischen Kampfkünste anzugleichen. Es gibt daher sogenannte Kyu- (Schüler) und Dan- (Meister) Grade.
Die Ninja lebten früher hauptsächlich in Japan und China. Sie verbreiteten sich aber sehr schnell und waren bald in jedem asiatischen Land zu finden.
Die verschiedenen Ninja trainierten daher je nach ihrem Herkunftsland Karate, Taekwondo, Ju Jutsu usw. Aus dieser Vielfalt entwickelte sich das Ninja Tai Jutsu, bei dem
Techniken aus allen Kampfkünsten gelehrt wurden. Ähnlich wie die Ninjas wollen auch wir uns nicht nur einer Kampfkunst widmen, sondern uns in so vielen Kampfkünsten wie möglich fortbilden. Wir möchten uns die besten Techniken aus allen Kampfkünsten aneignen und diese zu einer Art „stilfreien Kampfkunst“ zusammenführen. Ninja steht hiermit für „stilfreie
Kampfkunst“, da auch die Ninja`s alles das trainierten, was für die Erfüllung ihrer Aufgaben wichtig war. Für uns ist es nicht wichtig welche Kampfkunst man trainiert, sondern wie der
einzelne sich selbst trainiert. Egal welcher Stilart und welcher Kampfkunst man angehört, entscheidend ist nur die Kunst zum Kämpfen. Kobudo heißt auf Deutsch „Kriegskunst“,
wird aber auch gerne als „Waffenkunst“ übersetzt. Da auch unser Trainingsprogramm den Waffenkampf beinhaltet, steht das Wort Kobudo ebenfalls in unserem Verbandsnamen.
Zu den Prüfungen :
Bei den Prüfungen
werden die individuellen Techniken des Prüflings bewertet. Die Prüfungsordnung ist als Vorschlagsliste an möglichen Techniken zu verstehen.
Jedoch müssen die Techniken wirksam und realistisch vorgeführt werden. Wir werden sehr deutlich zwischen evtl. nicht vorhandenen Körpereigenschaften oder
kraftlos ausgeführten Techniken unterscheiden. Natürlich werden nach wie vor Einsatz , Kampfwillen und Auftreten der Prüfling bewertet.
Im Mittelpunkt der Prüfung steht der Bezug zur Anwendung und Realität. D.h. jede Technik, ob im Kihon oder in der Kata, muss in der Anwendung verstanden werden und sich mit realistischen Angriffen messen. Kihon oder Kata als Selbstzweck (Showeffekt) darf nicht Bestandteil einer Kampfkunst sein.
Prüfungsdisziplinen :
Pflichtdisziplin : Kihon (Grundtechniken)
Wahldisziplinen : Schaukampf mit und ohne Waffen, Schaukampf in Anwendung, Selbstverteidigung, Freier Kampf mit und ohne Waffen, Ippon-Kampf
Das Kihon (die Techniken) ist die Grundlage für alle weiteren Disziplinen und wird daher als Hauptdisziplin gewertet. Hier beweist der Schüler oder Meister welche und wie gekonnt er seine Techniken beherrscht. Auch Kihon ist in Anwendung vorzuführen.
Kata
ist das Vorführen von aneinandergereihten Abläufen, die einen realistischen Kampf nachempfinden. Diese kann mit und ohne Waffen vorgeführt werden. Als Beweis für eine sinnvolle Bewegungsfolge kann
auch Kata in Anwendung gezeigt werden (Bunkai). Schwerpunkt bei Kata ist die Perfektion der Technik und das Können dem Zuschauer einen realistischen Kampf darzubieten. Im Kumite
muss bewiesen werden, dass die geprüfte Person sich im Kampf geübt hat, bei der Selbstverteidigung ob sie sich wirklich realistisch wehren kann.
Bewertet wird auch hier die Genauigkeit der Technik. Diese sollte im idealen Fall ein Ende des Kampfes in kürzester Zeit bewirken (Ippon-Kumite). Ein Ippon ist jedoch mit schlampigen und
ungenauen Techniken normalerweise nicht zu erreichen. Ausschlaggebend ist hierbei u.a. die Zielgenauigkeit der Technik.
Zwangswartezeiten bei Schülergraden existieren nicht. Jeder, der seine Techniken beherrscht, kann die Prüfung zum nächsten Schülergrad antreten.
Dadurch wird der Trainingseifer der einzelnen Person belohnt. Die Entscheidung wie weit und wie schnell man vorankommt liegt damit bei jedem selbst.
Bei den Meistergraden werden Wartezeiten verlangt. Da bei den Meistergraden nicht nur die Technik sondern auch die Reife des Geistes entscheidend ist,
scheinen diese sicherlich angemessen. Dieser Geist und die Routine der Techniken reifen erst im Alter heran. Dies kann nicht einfach antrainiert werden.
Routine und Verständnis der Techniken kommt erst mit den Jahren des Trainings. Ein Meister sollte immer mit sich und seinen Schülern geduldig sein.
Mit welchen Kampfkünsten können wir in Kontakt treten :
Karate, Tai Jutsu, J(i)u J(i)utsu, Aikido, Taekwondo, Soft-Nunchaku Do, Kung-Fu, WingChun, alle Kobudo Arten usw.
Jeder kann natürlich für sich selbst entscheiden ob er noch zusätzliche Graduierungen bei den Kampfkunst-Fachverbänden ablegen möchte. Möglich ist dies mit
den jeweiligen Mitgliederausweisen und speziellen Lehrgängen der Fachverbände. Sollte hier Interesse bestehen, werden wir gerne Unterstützung leisten. Informationsmaterial über
fachspezifische Lehrgänge und Prüfungen werden wir ebenfalls bereitstellen.
Vorteile des NKD : Wie bereits oben ausgeführt hier noch einmal die Vorteile des NKD:
- Offenheit gegenüber allen Kampfkünsten - Ständiges Lernen und Weiterentwicklung (Kai-Zen) - Mitglieder bringen sich aktiv in die Weiterentwicklung der Techniken ein - Prüfungen am Trainingsort möglich - Mitgliedschaft im BLSV, sowie Fachverbänden und Martial Arts Weltverbänden möglich - Unterstützung bei Prüfungen in Fachverbänden - Bundeslehrgänge mit anschließenden Meistergrad-Prüfungen - Niedrige Jahreskosten bei Verbandsmarke, Prüfungen usw. - Eigene Meisterschaften in verschiedenen Disziplinen (Freier Kampf Semi Contact, Kata, Waffenkampf usw.)
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