Traditionelles Karate Kara = leer; Te = Hand Bedeutung: unbewaffnet
Karate ist der Kampf mit leeren, also waffenlosen Händen. Aus China stammenden Verteidigungsarten ( Chuan-Fa, Kung-Fu etc.), entwickelte sich das
japanische Karate vor mehreren hundert Jahren. Da das Tragen von Waffen dem gemeinen Volk verboten war. Bodhidharma gilt als legendärer Vater des Karate und Begründer des Zen-Buddhismus. Er war der indische Mönch der etwa 500
v. Chr. im chinesischen Shaolin Kloster die Urform des Karate schuf. Diese Urform wurde von den Shaolinmönchen einerseits als Leibesertüchtigungsübungen und zum anderen als Verteidigungskunst weiter entwickelt. Mit vielen, lange
geheim gehaltenen Techniken versuchte das gemeine Volk sich ohne Waffen zu verteidigen und entwickelten dabei im Laufe von vielen Jahren die verschiedensten Systeme. Von China gelang es durch chinesische Imigranten nach Japan wo es
auch ständig weiterentwickelt wurde. Die waffenlose Kampfkunst erlebte Anfang des 19. Jahrhundert durch Gichin Funakoshi einen ungeheuren Aufschwung.
Funakoshi gab dem Karate ein ethisch-philosophisches Weltbild nach dem Leitgedanken:,, oberstes Gebot ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Vervollkommnung des eigenen Charakters.“ Das war die Geburt des
Shotokan Karate welches seitdem in der ganzen Welt verbreitet und ca. 1960 in Deutschland eingeführt wurde. Allen Systemen gemeinsam waren die dynamischen Schläge, Tritte und Stöße, mit Fäusten, Handkanten, Fingerknöchel,
Ellbogen, Füße und Knie. Die Techniken wurden mit konzentrierter Kraft und größtmöglicher Schnelligkeit auf empfindliche Körperstellen des Angreifers ausgeführt. Trainiert wurden die Techniken an dem sogenannten
MAKIWARA, das ist ein spezielles Schlagpolster wodurch die Hände und Füße abhärtet und unempfindlich gemacht und somit zu gefährlichen ,,Waffen“ ausgebildet wurden. Das Karate hat ein technisch sehr hohes Niveau erlangt, wobei
Schläge und Stöße mit extremer Härte ohne Verletzungen ausgeführt werden. Dies wird besonders bei Bruchtestaktionen sichtbar, obwohl Brettern, Ziegelsteine, Dachpfannen und Betonplatten zertrümmert werden entstehen bei
entsprechender Genauigkeit, Schnelligkeit und Kraft keine Verletzungen. Es werden sowohl im Partnerkampf ( Kumite ) als auch in der Bewegungsform ( Kata ) die Stoßtechniken ( Tsuki ), Schlagtechniken ( Uchi ), Trittechniken (
Geri ) und Blocktechniken ( Uke ) geübt und vervollkommnet. Einen Karate-Meister zeichnen vor allen Schnelligkeit, Präzision, Fairneß, und Perfektion aus.
Im Karate-Zweikampf gelten besondere, sportliche Regeln bei dem alle Angriffe wenige Millimeter vor dem eigentlichen Ziel abgestoppt werden.
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